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Solarforscher setzen auf Effizienzsteigerung

Solarforschung, Bild: BSW-Solar

  • Photovoltaik-Technologie hat immer noch Luft bei Kostensenkung
  • Wichtigste Stellschraube ist Steigerung des Wirkungsgrads von Photovoltaik-Anlagen
  • Initiative „F&E für Photovoltaik“ unterstützt Forschungsanstrengungen der Solarwirtschaft

Berlin, 3. August 2016 – In Hightech-Branchen wie der Photovoltaik-Industrie steht das permanente Verbessern der Produkte und das Heben von Kostensenkungspotenzial im Mittelpunkt. Dadurch ist es den Forschern und Entwicklern der Solarindustrie bereits im vergangenen Jahrzehnt gelungen, Solarstrom um 90 Prozent preiswerter zu machen. Sogar bei kleinen Solarstromanlagen im Einfamilienhaus ist die selbsterzeugte Kilowattstunde Solarstrom nur noch halb so teuer wie der Strom vom Energieversorger. Im Kraftwerksmaßstab liegen erste Photovoltaik-Anlagen sogar in Deutschland auf dem Niveau von Windkraft an Land. Trotz der erreichten Preissenkungsrekorde ist das Ende der Lernkurve damit noch nicht erreicht. Das belegt eine aktuelle Befragung von Experten, die in der Forschungsinitiative „F&E für Photovoltaik“ organisiert sind.

Die wichtigsten Stellschrauben für weitere Kostensenkung sind demnach die Steigerung des Wirkungsgrads von Photovoltaik-Anlagen (58 Prozent der befragten Solarforscher stimmten zu), die Verbesserung der Qualität und Langlebigkeit von Photovoltaik-Anlagen (50 Prozent) sowie die Optimierung von Herstellungsprozessen und Senkung von Materialkosten durch Substitution oder Materialreduktion (beide 42 Prozent).

„Die heutigen hocheffizienten Solarmodule basieren auf den Forschungsergebnissen der vergangenen Jahre. Die Unternehmen, die früh mit günstigeren und qualitativ hochwertigen Technologien auf den Markt kommen, verbessern ihre Position im weltweiten Wettbewerb. Genau hier setzt die erfolgreiche Forschungsförderung der Bundesregierung an“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Die Bundesregierung unterstützt über die Initiative „F&E für Photovoltaik“ die Forschungsanstrengungen der Photovoltaik-Industrie in Deutschland über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 50 Millionen Euro.

Am meisten Kostensenkungspotenzial bieten aus Sicht der Befragten die Wechselrichter, die den von den Solarzellen erzeugten Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom umwandeln. Mehr als jeder Zweite (58 Prozent) erwartet bei dieser wichtigen Komponente ein Kostensenkungspotenzial von mehr als 10 Prozent in den kommenden fünf Jahren. Vergleichbar großes Sparpotenzial schreiben 43 Prozent der Experten den Modulen zu, 40 Prozent dem Photovoltaik-Maschinenbau und den Produktionsprozessen sowie 37 Prozent den Solarzellen.

Eine grafische Aufbereitung der Befragung finden Sie hier.

Pressemeldung als Download (PDF)

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